Mit der Wytske Eelkje durch Belte und Sunde

Reisebericht von Karl-Heinz Czierpka

Über den Store Bælt nach Omø...

Da kommt was auf uns zu: Ein Frontensystem schickt sich an, unser Segeln interessanter zu machen. Also, Schwerwetteranzüge raus und los geht´s. Floris blickt sorgenvoll ins Wetter...

..aber wie Otto schon am ersten Abend prophezeite: Ab 6 bft. fängt der Spaß erst so richtig an. Also Lappen hoch und sehen, was geht. Die dänische Flagge an der Steuerbordsaling knattert munter im Wind. Eigentlich wollen wir nach Omø, eine schöne kleine Insel im Großen Belt, allerdings rät uns der Hafenmeister per Handy ab: Kein Platz im Hafen, alles voll, weil viele wegen des Windes nicht auslaufen. Soviel Wind? Im Augenblick ist das für uns gar kein Problem, aber wir haben ja auch noch Landabdeckung, als wir östlich von Fünen in nördliche Richtung lossegeln.

Im Augenblick stört nur der Regen, aber nicht so wirklich. Kaum einer verzieht sich unter Deck, alle bleiben oben, der Regen wird sich schon wieder verziehen. Elisabeth hat ihren Stammplatz an Backbord eingenommen, Floris hat Pause, im Augenblick ist nicht zu brassen.

Eine wunderschöne Yacht mit "Stars and Stripes" am Heck begegnet und an Backbord -- die ist sicher auf eigenem Kiel rübergekommen, tolles Schiff!

Und endlich legt Otto das Ruder in die richtigen Hände: Kaum ist Hanna für den Kurs verantwortlich, da klappt´s auch mit dem Wetter. Die dunklen Wolken verziehen sich, die Sonne kommt durch - schön. Aber der Wind bleibt, nimmt sogar noch etwas zu - und dreht auf Südwest!

Ute und Brigitte kann die zunehmende Schräglage nicht großartig aus der Ruhe bringen, schließlich haben beide erst wenige Wochen vorher auf der "Dolphin" einen Sturm in Friesland abgewettert, bei dem wir sogar Landschutz aufsuchen mussten. Der Kaffee ist heiß, schmeckt und es sind ja noch nicht einmal 6 bft. - kein Grund zur Sorge.

Und da sind ja auch die beiden richtigen Strategen am Ruder: Floris, angehender Flugzeugmechaniker und KD, von Floris immer liebevoll "Mr. NASA" genannt. Da sollte es klappen. Wir haben mittlerweile den Kurs geändert, Fyn bleibt achtern liegen und wir fahren in südwestlicher Richtung auf Korsør zu.

Irgendwo in den unendlichen Weiten der Ostsee (also gut, ein bißchen genauer: im Großen Belt auf dem Weg von Svendborg nach Korsør) kamen unsere beiden Teenies auf die Idee, doch mal eine Flaschenpost zu versenden - in einer Pfandflasche!

Mehr über die Flaschenpost und die Antwort und die Antwort auf die Antwort gibt es hier!!!

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