Mit der Wytske Eelkje durch Belte und Sunde

Reisebericht von Karl-Heinz Czierpka

Wir machen den Abflug...

..aber wann? Während die alte Festung mit Museum lockt, kreisen die Gespräche um den richtigen Zeitpunkt für das Ablegen. Wir könnten einen genaueren Wetterbericht brauchen als den für die Ostsee, der Wind wird sicher nachlassen, aber wann?

Noch liegen wir sicher im "Gamle Havn", dem alten Hafen.Die Wasser-Plastik "7 Tage" steht am Kai für Segelyachten.

Schön geworden ist er, der Hafen direkt inmitten der Stadt. Im Hintergrund ist der Teil mit der niedrigen Kaimauer gut zu erkennen...

...dort können normale Yachten anlegen und direkt daneben ist ein Café, ein schöner Platz für einen Espresso.

Viel Mühe gibt sich die Stadt Kursør mit der Gestaltung des alten Hafens

Und was macht der Wind? Die Flaggen zeigen es, kaum weniger geworden. Der Windmesser am Hafen zeigt immer noch 5-6 bft. an. Wir gehen noch einmal zu den uniformierten Seeleuten, schließlich ist Kosør Flottenstützpunkt. Da waren wir schon am gestrigen Abend, Otto in seiner unvergleichlichen Skipper-Kluft mit Mütze und der unverwechselbaren Hose. Und da haben wir eine große Überraschung erlebt: Als wir unsere prekäre Lage schildern (kleine Kinder an Bord, wir müssen wieder raus und hätten gerne ein paar detaillierte Wetterinformationen), sind die Dänen sehr hilfsbereit und schalten die Glotze ein und wir bekommen den Teletext-Wetterbericht, der am Yachthafen Tag und Nacht eingeschaltet ist. "Mehr haben wir auch nicht" sagt der Wachhabende. Auf meine provokante Frage, ob die dänische Marine ihre Schiffe auch nach Blick auf den Teletext zu einem Einsatz ausfahren lässt, nickt der Offizier. Wir schütteln den Kopf, bedanken uns und gehen.

Otto versucht es heute noch einmal, und siehe da, die Flådestation Korsør beschäftigt doch einen Meteorologischen Dienst, und der gibt uns wirklich das, was wir brauchen. Also, wir sind nun grundlegend beruhigt. Die Vorstellung, das berühmte Seefahrervolk der Dänen ließe seine Schiffe tatsächlich nach kurzem Blick auf den Teletext eines x-beliebigen Senders in See stechen, hat uns wirklich nicht schlafen lassen.

Um 15.00 Uhr legen wir ab, tschüss Korsør.

Mit angelegten Schwimmwesten geht es durch die Dünung unter Motor in Richtung Nyborg. Und der alte DAF spielt mit, ohne Probleme laufen wir in Richtung Westen und schauen immer wieder, ob wir nicht den Zug auf der Brücke sehen, in den die Schürmanner sitzen. Die haben nämlich nach langer Überlegung für sich entschieden, die Reise in Korsør zu beenden und den Urlaub in Friesland fortzusetzen. Schade, wir haben euch vermisst!

Letzter Blick auf das technische Meisterwerk am Belt. An dieser Stelle übrigens war der Zug nicht zu sehen, denn bis Sprogø fährt die Bahn durch einen Tunnel, erst danach teilt sie sich die Brücke mit dem Straßenverkehr.

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