Mit der Wytske Eelkje durch Belte und Sunde

Reisebericht von Karl-Heinz Czierpka

Leinen los...

Sonntag nachmittag, 5. August, so nach und nach trudeln alle ein. Die "Vorhut" hat schon Parkplätze ausgespäht, den Liegeplatz gefunden, wir können direkt am Schiff parken - das ist allerdings noch nicht da.

Ist auch nicht weiter schlimm, wir müssen ja erst noch etwas essen, wer weiß, wie die nächsten Tage kulinarisch werden (sie wurden großartig!). Das Kanal-Packhaus liegt direkt am Thiessen-Kai, was liegt näher, als hier noch ein Häppchen zu essen, zumal die Speisekarte eine sehr gute Küche signalisiert.

Und tatsächlich, die großen und kleinen Gourmets haben die Entscheidung nicht bereut, obwohl David den Eindruck macht, als sei das Essen auf Franks Teller irgendwie attraktiver als sein eigenes. War es aber nicht! Das Packhaus kann uneingeschränkt empfohlen werden: Das Essen war sehr gut, die Getränke landestypisch und die Bedienung nett, unkompliziert, sie wurde mit dem Stress durch die große Gruppe sehr gut fertig! Mindestens drei Sterne!

Nach dem Essen war dann harte Arbeit angesagt (nicht für alle, einige mussten ja filmen und fotografieren): Alles musste auf dem Schiff verstaut, Kajüten eingerichtet, Pantry eingeräumt werden - dann erst konnten wir den Blick auf das nächtliche Kiel-Holtenau genießen.

Und der war lohnend, denn vor den Schleusen riss der Strom der Schiffe nicht ab - große Passagierschiffe, Container- und andere Frachtschiffe - das Zuschauen war spannend.

Stimmungsvoll - Hendrik hat Vollmond und Kreuzfahrer vor den Schleusen abgelichtet.

Nachts hat es manchmal mächtig geschaukelt - Übeltäter war das Lotsenboot, dass geschäftig hin- und herfuhr und irgendwie den Eindruck erwckte, es gäbe ständig wa zu tun. Dabei waren des Skipper die am Kai liegenden Schiffe ziemlich egal, er fuhr stets mit viel Dampf, hatte die Hebel wahrscheinlich auf dem Tisch liegen und machte eine mächtige Welle - Profis halt. Für usn war es eine notwendige Eingewöhnung an die Bewegungen unseres Schiffes, die da noch kommen sollten....

Nach einem Monstereinkauf (hat einer ein Foto davon???) und dem Verstauen der Lebensmittel an Bord (viele in flüssiger Form, schließlich lag Kurs Dänemark an) heißt es dann endlich "Leinen los" - wir fahren. Der kleine Leuchtturm und das Restaurant "Fördeblick" (rechts am Bildrand, super Apfelkuchen, wenn noch welcher da ist, sonst Kirschkuchen, der der auch "aus ist" Apfelstrudel für stolze 8 Märker das Stück mit Sahne und Eis- hmmm lecker) verschwinden langsam achtern....

...und voraus kommt das Marine-Ehrenmal Laboe in Sicht - wenig Verkehr, guter Wind (so um 3 bft.) und schönes Wetter, was will man mehr?

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