Mit der Hoop op Welvaart in Friesland unterwegs - Bericht von Karl-Heinz Czierpka

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Der komplette Bericht kommt in wenigen Tagen!!!

Das war ein Höllenritt am 4. Tag...

...bei zunehmendem Wind 6-7 Bft ging es pünktlich um 8.00 Uhr, eine Stunde vor Hochwasser, von Terschelling aus in das Seegatt, der Vliestrom packte uns gewaltig und warf Wellen über die Hoop op Welvaart, die selbst den Steuermann noch erreichten. Wende folgte auf Wende, schließlich mussten wir gegen den südwestlichen Wind ankreuzen - immer die gleiche Prozedur - Backstagen dichtholen, Schwerter kurbeln, es war keine Zeit zum Verschnaufen! So arbeiteten wir uns langsam weiter in Richtung Süden, doch das Wetter war gegen uns. Der Wind nahm weiter zu und wir mussten unser zunächst angepeiltes Ziel, die Insel Texel, ein weiteres Mal abhaken.

Mittlerweile war unser Bedarf nach Wenden bei Starkwind leidlich gedeckt, so dass wir beschlossen, über Harlingen ins Binneland zu segeln und der Hauptstadt Frieslands, Leeurwarden, einen Besuch abzustatten. Hier haben wir dann angelegt, malerisch unter Bäumen am Fuße des Oldehove-Turms. Und gleich geht es auf die Kirmes, Scooter fahren und vielleicht einn paar schnelle Runden mit der Raupe drehen. Wir sind alle schon ganz heiß.....

Ach so, das Wetter...

...war den ganzen Tag über fantastisch, jede Menge Sonne, in der Gischt war der Regenbogen unser ständiger Begleiter - großartig! Sonnenschutzmittel war mal wieder begehrtes Tauschgut! So ist es eben in Friesland, die Sonnenstunden im Watt liegen weit über dem Durchschnitt!

Ach ja, und zum gestrigen Bericht müssen wir noch ein Bild nachtragen: Steffen inspiziert hier das gebrochene Stag - mittlerweile ist natürlich alles wieder repariert!

Bericht vom 3. Tag:

Ein erlebnisreicher Tag liegt hinter der Crew der Hoop op Welvaart - starker Wind bis 7 Bft schob unser Boot von Vlieland in das Seegatt. Fock und gerefftes Groß - ein bisschen Bammel hatten wir alle. Und wie das Schicksal es wollte, in einer heftigen Böe brach das Luv-Backstag! Mit lautem Knall riss das Stahlseil - Gefahr für den Mast!! Aber Skipper Steffen blieb die Ruhe selbst, blitzschnell wurden die Aufgaben verteilt, Großsegel runter, Motor an, Schiff in den Wind - Gefahr gebannt. Nur unter Fock liefen wir dann weiter in Richtung Terschelling - gegen den Strom und trotzdem mit 5,7 Knoten. Das war Adrenalin pur!

Auf Terschelling angekommen posierte die erfolgreiche Crew für die Kamera!

Fronleichnam 1997, also vor fast genau 5 Jahren, haben wir auf der Hoop op Welvaart einen tollen Törn erlebt mit vielen Höhepunkten - wir sind gespannt, wie es diesmal sein wird!

Das Wetter zumindestens machte interessante Vorgaben. Wind, Regen und 6 Bft.sowie Böen bis zu 70 km/h waren vorhergesagt - und das Wetter war großartig - Sonne, Sonne, Sonne - ohne Schutzfaktor 16 lief nix. Und trotzdem haben wir zum Teil einen herben Sonnenbrand davongetragen, vor allem einige Nasen sind ganz schön gerötet!

Die Hoop op Welvaart hat sich ganz schön gegen die Wellen gestemmt - strammer Wind und gegenlaufende Tide machten es uns ganz schön schwer, Vlieland zu erreichen. Aber wir haben es geschafft - und liegen heute Abend im Yachthafen von Vlieland neben Plattboden-Schiffen mit pubertierenden Heranwachsenden - für LehrerInnen eine richtig entspannende Situation, schließlich kann man/frau sich nur dann so richtig erholen, wenn man/frau andere bei der Arbeit beobachten kann. Und wir hoffen doch stark, dass die Begleiter der Schülergruppen heute Abend ihre pädagogischen Fähigkeiten voll ausreizen und die Kids in Schach halten.

Dies ist kein Gruppenfoto, es zeigt uns bei einer wichtigen Aufgabe: Wir hatten uns unterhalb von Vlieland festgefahren und kamen nur frei, weil sich alle am Bug versammelten, ganz schön dramatisch. Dadurch kam das Ruder frei und schließlich schafften wir es mit voller Kraft zurück.

Morgen geht es weiter - erst der 22.00 Uhr-Wetterbericht wird unser Ziel festlegen, schließlich ist Starkwind vorhergesagt.

Wir melden uns dann wieder - schaut mal wieder rein(Peter sagt, "vorbei" hört sich besser an) also - schaut mal wieder vorbei!

Der Reisebericht ist Teil der Domain www.czierpka.de. Das Copyright liegt bei Karl-Heinz Czierpka, es gelten die im Impressum und in der Erklärung zum Datenschutz

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