Mit der Hoop op Welvaart in Friesland unterwegs - Bericht von Karl-Heinz Czierpka

Und tatsächlich sieht das Wetter nicht gar so gut aus...

...als wir am nächsten Morgen aus Vlieland auslaufen.

Aber STOPP: Ohne Frühstück? Nee, das gibt es HIER!

Die Wellen zeigen deutlich an, dass der Wind zugenommen hat, es bläst kräftig, immer noch aus Südwest. 6Bft sind es am Morgen, Tendenz zunehmend. Wir wollen die Nachbarinsel Terschelling anlaufen.

Vorher hat gerade noch die Schnellfähre aus Friesland die Hafeneinfahrt passiert, mit ihren satten 4.500 PS und den 35 Metern Länge bügelt der Katamaran die Wellen glatt...

...und fährt am Yachthafen vorbei in Richtung Fährhafen. Die Flaggen der Traditionssegler zeigen es deutlich: An Wind wird es heute nicht fehlen!

Draußen sind wir ziemlich allein, ein weiterer Segler kreuzt mit gerefften Segeln unseren Kurs...

...auch wir haben ins Groß ein Reff eingebunden - schließlich sind wir keine Kamikaze-Segler.

Und trotzdem passiert es: Hoch am Wind segelnd bricht das Luv-Backstag, blitzschnell werden die üblichen Standard-Maßnahmen ergriffen, das Groß kommt herunter, danach kann das Stag repariert werden - Glück gehabt.

Natürlich gibt es von den dramatischen Minuten keine Fotos, da hatten wir alle Hände voll zu tun. Hinterher hat sich dann Steffen den gebrochenen Stahlwant genauer angesehen. Das hätte ins Auge gehen können. Zwar hat für den Mast keine akute Gefahr bestanden, schließlichj ist der Großmast mit dem Besanmast verstagt, aber allein das reißende Stahlseil hätte eine Menge Unsinn anstellen können.

Aber wir segeln weiter - die Fockschot muss dichtgeholt werden - etwas für die kräftigen unter uns - und da wird gezogen was der Bizeps hergibt...

Satte 6 stehen mittlerweile an - Steffens Gesicht spiegelt deutlich die Konzentration wieder, die nötig ist, um das Schiff nun sicher nach Terschelling zu bringen.

Terschelling liegt vor uns, die Segel müssen runter, Marcus und Frank bergen das Focksegel.

Steffen setzt Meinhard ins Bild, der soll uns durch das Schuitengat in den Hafen bringen...

...viel Vetrauen scheint er in Meinhards Fähigkeiten nicht zu haben, oder wie soll dieses Bild gedeutet werden???

Steffen ist einem Scherz nie abgeneigt - es war ein wirklich lustiger Törn!

Brandaris, der Leuchtturm Terschellings, kommt in Sicht. Er ist heute Sitz der Verkehrszentrale, die sich unter seinem Namen meldet. Daher ist "Brandaris" das wohl meistgesprochene Wort im Funkverkehr zwischen den Westfriesischen Inseln. Rechts ist eine der Fähren zu sehen.

Während des Einlaufens werden die Segeln aufgetucht und gut verzurrt

und als wir anlegen, ist alles schon bestens verstaut und verpackt. Landgang ist angesagt!

Und Landgang führt in Terschelling erstmal in De Walfis das gehört zum Pflichtprogramm. Leider treibt uns der Regen, der mittlerweile eingesetzt hat, in den Innnenraum - aber das Eis schmeckt da genauso gut wie auf der Terrasse (sagt Hanna, und die muss es wissen).

Wieder viel Spaß unter Deck: Das aktuelle Newsletter wird formuliert und an Freunde in aller Welt verschickt - hier sind starke Worte und ausgefeilte Formulierungen gefragt, dies ist aber angesichts der Konzentration wortgewaltiger Individuen absolut kein Problem.

Danach wollen wir im Ort "eine Kleinigkeit" essen, was es da für Kleinigkeiten gab - darüber kann man HIER weiterlesen. Wer gleich die nächste Etappe starten möchte,

klickt eben einfach an DIESER STELLE

Der Reisebericht ist Teil der Domain www.czierpka.de. Das Copyright liegt bei Karl-Heinz Czierpka, es gelten die im Impressum und in der Erklärung zum Datenschutz

Verlaufen? Site-Map <-- HOME --> diese Seite