Mit der Hoop op Welvaart in Friesland unterwegs - Bericht von Karl-Heinz Czierpka

Endlich Ruhe...

...durch die Tjerk Hiddes Sluiz kommen wir in den Van Harinxmakanaal. Langsam gleitet das Boot in die Schleusenkammer...

...und Gonzo schaut Tapas nur vielsagend an, man kann förmlich hören, was er sagt (so in etwa): "Endlich Land in Sicht, Alter, ich glaubte schon, meine Blase würde platzen. Lass uns sehen, dass wir von Bord kommen"...

...wobei sich das Zurückkommen etwas schwierig darstellt, da Tapas schon gesteigerten Wert auf eine Gangway legt - zum Glück akzeptiert er ersatzweise auch Steffens Rücken.

Jetzt beginnt eine gemächliche Tour durch das Binnenland, keine Wenden, keine Backstage - nur das Focksegel zieht uns über den Kanal Richtung Leeuwarden - und wir erreichen 5,7 kn, nur mit der Fock!

Sechs Euro werden für die Brücken in Frieslands Hauptstadt fällig, hier ist der Euro kein Teuro, denn das waren vorher 12,50 Gulden. Klassischerweise wird das Brückengeld mit einem Klompen eingezogen - Frieslandfahrer kennen das. Wer es zum ersten Mal sieht, ist erstaunt, wie gut das klappt.

Und Leeurwardenkenner lieben sie, die enge Brücke am Fuße des Oldehove-Turms, die Vrouwenpoortsbrug. Sie ist nicht nur eng, sie liegt auch direkt vor einer 90-Grad-Kurve und ist für jeden Skipper mit mehr als 10 Meter und den Füßen eine Prüfung - bei einem Trumm wie der Hoop op Welvaart wird es erst recht knapp. Aber Steffen, der seine Fähigkeiten im zentimetergenauen Rangieren mehrfach unter Beweis gestellt hat, kommt locker durch. Gelernt ist eben doch gelernt.

Und wir finden einen schönen Platz direkt im Herzen der Stadt, unter Bäumen und nahe der Sanitärgebäude. Die Vorspring liegt und langsam dampft das Boot ein...

...und gleich sind Gonzo und Tapas wieder unterwegs.

Direkt am Boot liegt das berühmte Pier Pander Museum mit wunderschönem Park und dem Café De Koperen Tuin - hier kann man sehr gemütlich sitzen und ab 9.00 Uhr frühstücken.

Wieder nach Hause...

Der Reisebericht ist Teil der Domain www.czierpka.de. Das Copyright liegt bei Karl-Heinz Czierpka, es gelten die im Impressum und in der Erklärung zum Datenschutz

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