Ostern geht es rund...

Etappe 6: Ems und DEK - Krimi in Herbrum und Baustellen in Münster und anderswo

Jetzt geht die Post so richtig ab - der Unterschied zwischen GPS und Logge wird immer größer. Während die Logge mich glauben lassen will, wir wären mit 12km/h unterwegs (diese Angabe wird solidarisch unterstützt vom Drehzahlenmesser, der beständig 2.400 Touren anzeigt) schert sich das GPS überhaupt nicht um solch irdischen Firlefanz. Die Sterne lügen nicht, und Satelliten scheinen nach ihrer Erfindung diese moralische Kompetenz übernommen zu haben, im Erbgang sozusagen, auf jeden Fall macht mir mein Furuno heute viel Spaß: Bis auf 18.6 steigt die Anzeige - und ich glaube das, denn der Blick querab zeigt deutlich - wir sind richtig schnell! Und das, ohne den sonst üblichen D-Zug-Zuschlag zahlen zu müssen, alles für 4 Liter in der Stunde.

Eigentlich ist das die Lösung unserer Probleme: Einfach mehr Tidengewässer und schon nimmt der Kohlendioxid-Ausstoß der deutschen Sportbootflotte deutlich ab. Rußfilter, Feinstaubmessungen - alles Kappes - gebt einfach den Gezeiten mehr Raum und dann läuft der Laden. Haben die Politiker einfach nicht auf ihrer Agenda - so einfach und keiner kommt drauf!

Einziger Entgegenkommer - die beiden Segler bolzen gegen die Tide an, wahrscheinlich hatten sie nur ein kurzes Stück zu fahren, von einem der vielen kleinen Yachthäfen hier am Unterlauf. Das ist natürlich der Nachteil der Gratis-Unterstützung durch die Tide: Man ist im von der Natur vorgegebenen Fahrplan gefangen und kann nicht zu beliebigen Zeiten beliebige Ziele ansteuern. Der Mond macht die Vorgaben und der Tidenkalender wird so zur Lieblingslektüre des Skippers.

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