Wir fahren eine Extraschicht

Nacht der Industriekultur in Dortmund

Die sind auch voll peinlich - vor dem Bild eines Welthafens singen die Seemänner das ewige Lied vom harten Los der Matrosen und dem alten Viermaster, den sie angeblich mal gesehen haben und auf Sankt Pauli waren sie auch und haben ganz viel Rum getrunken. Besonders schlimm: Es treten zwei Chöre auf und noch schlimmer: Beide haben in etwa das gleiche Repertoire. Um der Veranstaltung die Krone aufzusetzen: Beide Chöre treten in schöner Abwechslung mehrfach auf und um das Maß endgültig voll zu machen: Sie nutzen die Zwischenzeit nicht aus, um neue Lieder einzustudieren, das grenzt an Folter und sollte völkerrechtlich verfolgt werden.

Okay, den einen oder anderen Fan gibt es immer, es gehen ja auch Leute zu Tokio Hotel und selbst die CD von Paris Hilton wurde verkauft (gegen bares Geld, man stelle sich das mal vor - da sind tatsächlich richtige Menschen in richtige Geschäfte gegangen und haben mit richtigem Geld bezahlt) - ja gut, es gibt eben Sachen auf der Welt, die versteht man auch bei intensiverem Nachdenken nicht. Menschen sind so ziemlich die seltsamsten Wesen überhaupt.

Diese hier sind auch ziemlich anstrengend, vor allem, weil sie immer direkt an unserem Strandkorb starten, es ist nämlich glücklicherweise eine Kapelle, die sich bewegt, also ein Walking-Act (so nennt man das heute). Die Tür im Hintergrund führt in die Künstlerräume, all die Schönen und Talentierten haben da ihre Schmink- und Ankleidezimmer und da steht auch wahrscheinlich das Wahnsinns-Buffet, was bei solchen Anlässen immer aufgebaut wird. Wir haben also sozusagen direkt am Backstage-Bereich gelagert, den ganzen Abend, echt aufregend. Ich muss noch heute nach den Beta-Blockern greifen, wenn ich daran denke!

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