Wir fahren eine Extraschicht

Nacht der Industriekultur in Dortmund

Die Alexia - das ist jedem klar - sie wird nie wieder schwimmen. Wir schätzen das Alter der Coronet auf etwa 30 Jahre, die strukturellen Schäden sind so hoch, dass eine Reparatur nicht mehr lohnen wird. Ich mache den Vorschlag, zu Ehren der Alexia die Gläser zu heben, wir stoßen an und verabschieden das Boot. Wieviel Meilen hat sie wohl gelaufen, wieviele Menschen sind mit ihr auf "Große Fahrt" gegangen, haben sich an Bord wohl und geborgen gefühlt, haben ihrer Seetüchtigkeit vertraut und sich bei Wellengang an ihrer Reling fest geklammert? Wieviele Kinder haben das Glück einer Bootsfahrt auf der Alexia erlebt, haben gelacht, getobt, gespielt, wieviele Kinder mögen an Bord entstanden sein, im Urlaub, vor Anker, glückliche Stunden - vorbei. Das Pils in unseren Gläsern schäumt - Besanschot-an - traurig sehen wir die Fuhre Sondermüll verschwinden.*

*Eine Woche später steht das Boot bei eBay zum Verkauf - mit Bildern vom Rumpfschaden und der Erklärung, dass es beim Slippen passiert ist, im forum war zu diesem Zeitpunkt die Diskussion, ob man das wieder hinbekommen würde oder nicht in vollem Gange! Mal sehen, was daraus wird....

Wenden wir uns wieder den schönen Dingen zu - der leckere Salat im Restaurant am Yachthafen lockt und so kommt man schnell wieder auf andere, erfreulichere Gedanken. Das war ein schöner Törn. Wir haben viel Spaß gehabt, viel gelacht und eine Menge erlebt. Dazu muss man nicht weit weg fahren - es reicht, wenn man gemeinsam etwas unternimmt und sei es eine Fahrt nach Dortmund, keine zwanzig Kilometer entfernt.

Jetzt muss nur noch die Tom Dooly aus dem Wasser, dann haben wir alles erledigt. Vorsichtig, durch das eben Gesehene sensibilisiert, sorgen wir dafür, dass die Tom Dooly sauber auf den Trailer und der gut aus dem Wasser kommt. Und dann heißt es Abschied nehmen: Ralle und Melanie düsen ab, Manfred und Marlies gehen auf ihre Beatrice und ich räume die Tremonia auf und mache mich dann auch vom Acker. Schon wieder vorbei! So kurz ist ein Wochenende, aber wir haben es auf jeden Fall gut genutzt, haben jede Minute genossen (ok, auf das Wecken durch Axel hätte ich verzichten können) - so soll es sein! In 2 1/2 Wochen sind Ferien, viel zu tun bis dahin. Man sieht sich!

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